Ernst-&-Karola-Bloch-Woche 2016

Programm

Donnerstag, 20. Oktober

Alternativer Dies Universitatis (AlDi) im Klubhaus

Der AlDi umfasst, neben dem klassischen Markt der möglichen Alternativen (MdmA), bei dem sich Tübinger Gruppen ganz ohne Couleurband vorstellen können – ab 16 Uhr –, zahlreiche Veranstaltungen in und um das Klubhaus. Unter anderem:

17–19 Uhr: Vortrag zu Bildung im Kapitalismus. Was haben Kapitalismus und Bildung miteinander zu tun? Wie lässt sich der Zusammenhang theoretisch analysieren? Und was bedeutet das ganz konkret für unseren Alltag an der Uni? Diesen und weiteren Fragen wollen wir in unserem Vortrag nachgehen. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion im Anschluss. Also kommt vorbei! [SDAJ]

19–21 Uhr: Workshop Verschwörungstheorien [Solid]

ab 21 Uhr: Großes Klubhausfest [FSVV/Solid/Häuserföderationsrat] Für leibliches Wohl wird durch die Küfa [Lu15] gesorgt. Achtet auf Plakate und Infos online!

Samstag, 22. Oktober

18–20 Uhr, Klubhaus: Film: Projekt A – Eine Reise zu anarchistischen Projekten in Europa. Anschließend Gespräch und Diskussion mit Hanna Poddig. Eintritt frei. Spende erwünscht. [SchwarzBunteFäden]

Sonntag, 23. Oktober

18–20 Uhr, Klubhaus: Zum Aufruf: ALLES VERÄNDERN vom crimethinc Netzwerk. Vorgetragen von Hanna Poddig (Vollzeitaktivistin, Autorin und Übersetzerin) mit anschließender Diskussion. »Um etwas zu verändern, fang überall an«. Eintritt frei, Spende erwünscht. [SchwarzBunteFäden]

Montag, 24. Oktober

ab 16 Uhr, vor dem Klubhaus: Stadterkundung entlang des neuen Geschichtspfads. Tübingen neu entdecken: Die Gelegenheit gibt es mit einer Tour durch die Stadt, bei der wir uns kritisch mit ihrer Geschichte auseinandersetzen möchten. Wir wollen uns vor allem anschauen, wie es wohl in den 30er und 40er Jahren hier zuging. Anschließend würden wir uns noch ein Getränk in Tübingens ältester Kneipe gönnen. Sei dabei! [SDAJ]

18–20 Uhr, Neue Aula HS 1: Lesung (von 16 Menschen) und Diskussion zu Horst Stowassers Buch: Anarchie! Idee, Geschichte, Perspektiven. Die utopische Hoffnung auf eine bessere Welt, im Sinne Blochs, kann mit der Verwirklichung im Hier und Jetzt mit Konkreter Utopie angegangen werden, in dessen Tradition die Anarchie steht! [SchwarzBunteFäden]

Dienstag, 25. Oktober

17:30–19:30 Uhr, Infoladen Schellingstr. 6: Infoladen geöffnet. Immer Dienstag abends (und nach Rücksprache auch an anderen Tagen) können im Tübinger Infoladen linke Zeitschriften und Bücher gelesen und ausgeliehen werden. Bibliothek und Archiv des Infoladens bieten Einblicke in aktuelle und vergangene politische Kämpfe und »konkrete Utopien« (Ernst Bloch) in Tübingen und darüber hinaus. Auch bei Recherchen für Uni-Arbeiten zu politischen Themen können Studierende hier fündig werden.

18 Uhr c.t., Verfügungsgebäude Raum 2: Ho to: Jura-Examen ohne Repetitor. Es gibt gute Gründe, in der Examensvorbereitung auf ein kommerzielles oder universitäres Repetitorium zu verzichten. In unserem Workshop wollen wir euch die Vorteile einer eigenständigen Vorbereitung darstellen und praktische Möglichkeiten aufzeigen. Wir wissen aus eigener Erfahrung: ohne Repetitor kann sogar besser sein. [Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen]

19–21 Uhr, vor dem Klubhaus: Wohnpolitischer Stadtrundgang. Die Mietpreise in Tübingen gehören zu den höchsten bundesweit. Der Stadtrundgang gibt einen Einblick, warum das so ist und zeigt an konkreten Beispielen von Stadtentwicklung, Wohnprojekten und Hausbesetzungen, was dagegen getan werden kann. [interventionistische Linke (iL)]

ab 20 Uhr, Club Voltaire (Haaggasse 26b): Roter Tresen: Meister des Todes. Alle 14 Minuten stirbt ein Mensch durch eine Waffe von Heckler & Koch. Gewehre des Konzerns aus Oberndorf tauchen immer wieder auch dort auf, wo eigentlich keine Exportgenehmigung besteht. Basierend auf jahrelangen Recherchen zeigt der Spielfilm »Meister des Todes« (2015), wie Sturmgewehre von H&K mit Hilf deutscher Politiker trotz Embargo nach Mexiko gelangen. [SDAJ]

Mittwoch, 26. Oktober

18:30–20:30 Uhr, Alte Physik (Gmelinstr. 6), Übungsraum 8, danach jeden Mittwoch: Lektüreseminar zu einem Klassiker des marxistischen Feminismus. Wir lesen zusammen »Caliban und die Hexe« von Silvia Federici. Eher unbekannt und trotzdem eine Pflichtlektüre für politische Philosoph*innen, Commons-Bewegte, Feminismus-Begeisterte und historisch-materialistisch Interessierte. Wir lesen einfach soweit wir kommen und plaudern und diskutieren in unserem Tempo. Kommt vorbei! [interventionistische Linke (iL)]

Donnerstag, 27. Oktober

ab 18:30 Uhr, Hbf Süd / Thiepvalplatz, mit Fahrrad: Critical Mass Tübingen. Gemeinsames Radfahren gleichberechtigt dem motorisierten Verkehr. Jeden letzten Donnerstag im Monat, gleiche Zeit.

19–21 Uhr, vor dem Klubhaus: QueerFeministischer Stadtrundgang. Wir wollen mit euch bei einem Spaziergang durch Tübingen QueerFeministische Perspektiven auf Themen wie feminisierte Arbeit, Trans*, Burschenschaften, Sexismus, Flucht… an dazu passenden Orten erkunden. All questions and genders are welcome. Im Anschluss Kneipe und Zeit zum Plaudern. [QueerFem AG der interventionistischen Linken (iL)]

ab 19 Uhr, Epplehaus (Karlstr. 13): Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie. Um den Kapitalismus zu kritisieren, müssen wir ihn erstmal analysieren. Vor 150 Jahren hat Karl Marx die Grundkategorien des Kapitalismus beschrieben, was im Wesentlichen heute noch gilt. Von der Ware, zum Wert, zum Kapital. Schließlich stellt sich die Frage, was diese Art des Zusammenlebens mit uns macht. Es werden keine Vorkenntnisse benötigt. [LevelUP]

Freitag, 28. Oktober

14–15 Uhr und 15–18 Uhr, Klubhaus: »Naturrecht und menschliche Würde«. Eine Einführung in die Philosophie Ernst Blochs. Mit Matthias Meyer (Uni Tübingen). Die besondere Leistung des Tübinger Philosophen Ernst Bloch besteht in seiner Modifikation des herkömmlichen Marxismus. In »Naturrecht und menschliche Würde« gelingt es Bloch, liberale Demokratie, Sozialutopie und Naturrecht als verschiedene Seiten der selben (notwendigen) Sache auszuweisen. Durch einen lebendigen Wechsel aus Lektüre, Interpretation und Diskussion soll dies im Workshop genauer erläutert und so in das Denken Blochs eingeführt werden. Anhand ausgewählter Textstellen möchten wir diskutieren, welche Gültigkeit die Gesellschafts- und Rechtskritik des Autors heute noch hat. Davor gibt es ab 14 Uhr die Möglichkeit, sich mit einem Film über Ernst Bloch einzustimmen. [Rosa-Luxemburg-Stiftung]

Sonntag, 30. Oktober

15 Uhr, Café Haag (Vor dem Haagtor 1): Kritisches Kaffekränzchen. Wir laden ein zum Plaudern, um alles zu verändern. Wir kann linke undogmatische Politik aussehen, die die gesellschaftlichen Verhältnisse insgesamt radikal verändern will? Wir können wir um Hegemonie ringen und Gegenmacht organisieren? Wir werden erzählen, warum und wie wir in der interventionistischen Linken (iL) organisiert sind und wie unsere politische Praxis aussieht.

18–20 Uhr, Hörsaal Alte Archäologie (Wilhelmstr. 9): Buchvorstellung: Rirette Maitrejean. Attentatskritikerin, Anarchafeministin, Individualanarchistin, von und mit Lou Marin. Eintritt frei, Spende erwünscht. [SchwarzBunteFäden]

Montag, 31. Oktober

ab 19 Uhr, Verfügungsgebäude, Raum 2: Film & Diskussion: Protokoll einer Abschiebung. Was passiert genau bei einer Abschiebung? Die Doku (45 min.) versucht, an Einzelfällen ein umfassendes Bild von Abschiebungen zu zeigen: von der Planung der aufwendigen Maßnahme über den nächtlichen Einsatz der sog. »Zuführkommandos« bis zur Ankunft im Zielland. Anschließend gibt es Raum zur Diskussion. [Arbeitskreis Kritischer Jurist*innen]

Mittwoch, 2. November

ab 19 Uhr, Hausbar Schellingstr. 6: Infoladenhausbar: Soziale Bewegungen in Spanien. Mit Essen ab 19 Uhr und Veranstaltung ab 20 Uhr: Soziale Bewegungen in Spanien. Von den Platzbesetzungen in die Rathäuser. Mit Nikolai Huke. [Infoladen Tübingen]

Donnerstag, 3. November

18:30–20 Uhr, Begegnungsstätte Hirsch (Hirschgasse 9), 2. Stock: »Etwas, das in die Phantasie greift«. Briefe von Karola Bloch an Siegfried Unseld. Mit irene Scherer und Welf Schröter (Talheimer Verlag). Lebendige Einblicke in bisher unveröffentlichte Briefe an den Suhrkamp Verlag zeigen Karola Bloch als starke politische Frau und belegen ihre zentrale Rolle bei der Blochschen Werkedition: Geschichte einer engen Freundschaft in den sechziger und siebziger Jahren. [Roa-Luxemburg-Stiftung]

19 Uhr, Blauer Salon (Münzgasse 13): Solidarity Beyond Europe. Zur Notwendigkeit und praktischen Ansätzen transnationaler Organisierung. Das Kapital bewegt sich frei über Grenzen hinweg, wer aber für globale Bewegungsfreiheit aller eintritt, verbleibt dabei oft im nationalen Rahmen. Warum wir uns für eine solidarische Gesellschaft transnational organisieren und wie das in der Praxis aussehen kann, möchten das IZ Dresden und LevelUP vorstellen und diskutieren.

Freitag, 4. November

18 Uhr, Epplehaus (Karlstr. 13): Vortrag »Antifa – Old Stories, New Ways!«. Wir wollen einen Versuch wagen, verschiedene Ansätze antifaschistischer Politik auf ihre Wirksamkeit und Nachhaltigkeit zu untersuchen, indem wir politische Praxis und strukturelle Debatten verknüpfen. Dabei werfen wir auch einen Blick in den Rückspiegel, haben jedoch die Zukunft vor Augen. Maßgeblich dabei sind für uns unter anderem die Frage nach den richtigen Strategien für das politische Tagesgeschäft, die Notwendigkeit einer Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse und die Perspektive des Aufbaus einer antifaschistischen Organisation. [Antifa (Aufbau) Tübingen]

Samstag, 5. November

17 Uhr, Klubhaus: Perspektivplenum der Bloch-Wochen. Gemeinsam wollen wir die diesjährigen Bloch-Wochen auswerten und mit allen Interessierten zusammen überlegen, wie zukünftige Bloch-Wochen aussehen könnten. [AK Bloch-Wochen]

18 Uhr, Klubhaus: Film: »Enjoy Poverty«. Wirladen ein zu einem Film-Abend mit einem der genialsten und notwendigsten Dokumentation über neo-koloniale Strukturen. Renzo Martens dokumentiert im Kongo, wie sich Ausbeutung und Versklavung mithilfe medialer Berichterstattung und dem Erzeugen von Mitleid manifestieren und reproduzieren. Terror und Elend verblassen in unserem untätigen Entsetzen, doch dieser Film verändert. [Rethinking Economics Tübingen]